Montag, 18. September 2017

Rundreise Indian Summer - Herbstlaub & Meeresrauschen im Acadia National Park

Kein Ort auf unserer Indian Summer-Rundreise hat uns so sehr begeistert wie der Acadia National Park an der Küste von Maine. Zwar war hier die Farbpracht des Laubwechsels (noch) nicht ganz so ausgeprägt wie beispielsweise in den White Mountains, aber als waschechte Piraten lieben wir einfach das Meer und die Küste. Die dunklen, von Farbsprenkeln durchzogenen Nadelwälder, schroffe Felsen und die Brandung des Atlantiks haben einfach im Sturm unser Herz erobert. Überzeugt euch selbst und lasst euch ebenfalls von der rauen Schönheit von Acadia begeistern.


Wie bereits erwähnt, liegt der Park an der Küste des US-Bundesstaates Maine. Besonders beliebt ist der Nationalpark vor allem auch bei Kreuzfahrern, deren Schiffe im bekannten Badeort Bar Harbor anlegen, welcher sich in unmittelbarer Nähe befindet. Während uns Bar Harbor mit seinen unzähligen Souvenirläden und Touristenströmen nicht überzeugen konnte (was ggf. auch am Wolkenbruch an diesem Abend lag), konnten wir uns an den grandiosen Landschaften im Park kaum satt sehen.





Preise
Wir haben den Park mit dem Mietwagen erkundet und mussten daher für knapp $25 USD einen Wochenpass kaufen, welchen wir uns im Visitor Center besorgt haben. Eine Liste mit den einzelnen Verkaufsstationen findet ihr hier.
In einigen Monaten des Jahres besteht zudem die Option, den Park mit dem Explorer Bus Shuttle zu erkunden. Wir empfehlen zwar die selbstständige Entdeckungstour, aber insbesondere für Kreuzfahrer ohne eigenen Wagen ist dies sicherlich eine gute Möglichkeit, um den Park erkunden und erleben zu können.


Unterkunft & Verpflegung
Aufgrund der anlegenden Kreuzfahrtschiffe erfreut sich die gesamte Region um Bar Harbor einer gewissen Beliebtheit bei Touristen und ist zugleich wegen ihrer grandiosen landschaftlichen Begebenheit auch bei Einheimischen ein beliebtes Ziel. Das spiegelt sich nicht nur in den Preisen für die Unterkünfte, sondern auch bei Restaurantbesuchen wieder. Man sollte sich in dieser Region besonders während der Hauptreisezeit im Herbst definitiv frühzeitig um eine Übernachtungsmöglichkeit bemühen. Rund um den Park gibt es eine Vielzahl an Hotels, Unterkünften und Campinggelegenheiten, auch im Park selber kann man mehrere Campingplätze nutzen.


Unterwegs auf der Park Loop Road
Der Park macht es seinen Besuchern einfach, seine Geheimnisse zu entdecken. Die 27 Meilen lange Park Loop Road führt in einem Rundweg vorbei an den wichtigsten Plätzen und schönsten Orten in Acadia. Allerdings kann es insbesondere auf und vor Parkplätzen ganz schön voll werden und man muss schon mal ein Weilchen suchen, bis man eine Parkmöglichkeit für das eigene Auto gefunden hat.




Wandern
Im Acadia National Park gibt es diverse Wanderwege unterschiedlichster Längen und Schwierigkeitsstufen. Entsprechendes Kartenmaterial mit einer Übersicht über die Wege erhaltet ihr teilweise an den Verkaufsstellen für die Parktickets. Im Park selber stehen aber z.B. an den Parkplätzen immer wieder Tafeln, die Informationen über nahe gelegene Wanderwege enthalten.
Wir sind insgesamt zwei Wege gegangen, die wir euch beide sehr empfehlen können:

Great Head Trail
Am Sand Beach im Südosten des Parks starten gleich mehrere Wanderwege (weswegen die Parkplatzsituation recht schwierig sein kann). Wer nicht gut zu Fuß ist, für den eignet sich ein entspannter Spaziergang vom Parkplatz entlang des Ocean Path, der unterhalb der Straße der Küstenlinie folgt. Wer sich wie wir etwas mehr zutraut, der kann sich hingegen für den Great Head Trail entscheiden.



Der ca. 2,5 km lange Rundwanderweg führt am Ende des Strandes steil die Klippen hinauf. Eine gewisse Trittsicherheit und gute körperliche Verfassung sind hier gefordert, denn Treppen und Geländer sucht man vergeblich. Stattdessen gilt es, über schroffe Felsen und Baumwurzeln den Hang hinauf und später wieder hinab zu klettern, weshalb der Weg trotz der geringen Kilometerzahl gerne auch zwei Stündchen Zeit beanspruchen kann. Von oben habt ihr einen wundervollen Blick auf den Breiten Strand von Sand Beach, die Klippen und das Meer, während ihr über Felsen und zwischen Büschen und Nadelhölzern dem Weg folgt. Der Weg ist abwechslungsreich, spannend und die grandiose Aussicht entschädigt definitiv für den kniffligen Auf- und Abstieg.




Jordan Pond Path
Der ca. 5,5 km lange Weg umrundet vollständig den Jordan Pond, welcher sich an der Westseite des Park Loops befindet. Obwohl die Wegstrecke kaum Steigungen enthält, sind einige Wegteile durchaus anspruchsvoll. So gilt es hin und wieder kleine Erdspalten zu überbrücken, über Geröll zu klettern und ein Teil des Weges verläuft ausschließlich über Holzplanken, die nicht nur schmal sind (besonders eng wirds bei "Gegenverkehr"), sondern auch mal uneben und rutschig sein können. Aber gerade deswegen hat uns der Weg trotz des relativ einfachen Konzepts sehr zugesagt. Statt grandioser Weitsicht bietet der Jordan Pond Path einen abwechslungsreichen Untergrund bei einer gemütlichen Wanderung durch Nadel- und Laubwald entlang des Seeufers.





Sonnenuntergang am Cadillac Mountain
Man sagt, dass man am Cadillac Mountain „the nation’s first sunrise“ findet. Der Berg gilt somit als der Ort in den USA, an dem Tag für Tag das Licht der Sonne zum ersten Mal US-amerikanischen Boden berührt. Wir haben uns hier allerdings nicht mit den ersten Sonnenstrahlen des Tages, sondern mit den letzten beschäftigt. Und was sollen wir sagen? Der Sonnenuntergang vom Gipfel des Berges ist einfach atemberaubend schön. Daher waren wir bei Weitem auch nicht die einzigen, die sich am frühen Abend mit ihren Autos den Hang hinauf begaben, um das Naturspektakel zu verfolgen. Ihr solltet also frühzeitig los fahren, wenn ihr einen der begehrten Parkplätze ergattern möchtet. Dabei solltet ihr das Wetter auf dem Gipfel nicht unterschätzen. Auf der Bergspitze ist es nicht nur extrem windig, sondern es wird auch bitter böse kalt, sobald der letzte Sonnenstrahl am Horizont verschwunden ist. Wer also den Rest des Urlaubs nicht verschnupft im Bett liegen will, sollte auch an warmen Tagen dringend eine Jacke überwerfen.




Piraten-Fazit
Von den drei Naturparks, die wir aufgesucht haben, hat uns der Acadia National Park aufgrund seiner Vielseitigkeit einfach am aller meisten begeistert. Denn die Farben des Indian Summer gepaart mit schroffer Küste, dem Ozean und Strand, aber auch mit dichten Nadelwäldern, Hügeln und Seen, lassen einfach keine Wünsche offen.




Kommentare:

  1. Whaaaa... Neu England...Maine...Indian Summer... Ich liebe Maine. Habe eine ähnliche Tour letztes Jahr gemacht. Der Acadia Nationalpark ist toll und vorallem Maine´s Küste mit ihren Leuchttürmen haben es mir angetan. Hach, Erinnerungen werden wach. super schön da. Maine ist eindeutig einer meiner Lieblingsstaaten.

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    1. Ja, Maine ist wirklich richtig richtig schön im Herbst. Wenn wir uns das schmuddelige Herbstwetter draussen vor der Türe so ansehen wünschen wir uns manchmal auch einfach nur zurück...

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