Samstag, 15. April 2017

10 Dinge, die ihr in Island unbedingt erlebt haben müsst - Teil II

Island ist ein unglaubliches Land und es gibt einfach unbeschreiblich viele fantastische Dinge zu erleben und entdecken. Zahlreiche Wasserfälle, Geysire, Vulkane, Gletscher und unberührte Landschaften warten auf abenteuerlustige Touristen, die in Island ihrem Entdeckergeist freien Lauf lassen können. 
In drei Teilen möchten wir euch unsere ganz persönlichen 10 Highlights unserer Islandrundreise 2015 vorstellen und euch somit dieses wundervolle Land ein Stückchen näher bringen.


 


Þingvellir (Thingvellir)
Der Nationalpark liegt nur 40km östlich von Reykjavík. Er ist der älteste Nationalpark Islands und von großer historischer und geologischer Bedeutung.
Hier wurde zu Beginn des 10. Jahrhunderts das erste isländische Parlament (eine Generalversammlung für die Siedler) gegründet und somit der Grundstein für die Entstehung der isländischen Nation gelegt. Im Jahr 930 fand auf dem Þingplatz die erste parlamentarische Versammlung, der sog. Alþing statt, an dem bis zu 4000 Menschen teilnahmen um Streitereien zu schlichten und Gesetze zu beschließen. Im Jahr 1944 wurde hier die Isländische Republik ausgerufen und noch heute ist das Thingvellir Schauplatz zahlreicher staatlicher Fest- und Feierlichkeiten.
Geologisch betrachtet, stellt Thingvellir ebenfalls einen äußerst interessanten Ort dar.
Denn er liegt auf der Grenze zwischen der eurasischen und der nordamerikanischen Kontinentalplatte. Mit einer Geschwindigkeit von ca. 1-2 cm pro Jahr driften die beiden Krustenplatten auseinander. Über tausende von Jahren hat sich die einst flache Lavaebene durch die Bewegung der Erdplatten zu einem Teil langsam abgesenkt und es hat sich ein tiefer Grabenbruch gebildet, durch dessen deutlich erkennbare und imposante  Schluchten man im Thingvellir spazieren kann.




Gletscherwanderung
Typisch für das Landschaftsbild Islands sind die ausgeprägten Gletscher und Eiskappen, welche die Spitzen von Vulkanen und Bergen mit einem weißen Eispanzer bedecken. Mehr als 10% der Landfläche Islands sind von Gletschern bedeckt und mit dem Vatnajökull im Südosten des Landes beherbergt Island den größten Gletscher Europas außerhalb des Polarkreises.
Wer mehr über die Entstehung der Gletscher und ihre Bedeutung für Klima und Landschaft erfahren möchte, für den bietet sich eine geführte Gletscherbegehung an. Verschiedene Unternehmen bieten geführte Touren in unterschiedlichen Regionen an, die sich in Preis, Länge und Schwierigkeitsgrad stark unterscheiden können.
Wir haben damals eine Tour mit Extreme Iceland gebucht, die im Skaftafell-Nationalpark begann und bei der wir ein Stück des Svínafellsjökull erkunden durften. Gemeinsam mit unserem –sehr zu unserer Freude deutschsprachigen- Bergführer ging es, ausgerüstet mit Steigeisen und Eispickel, in einer Kleingruppe in einer mehr als zweistündigen Tour den steilen, eisbedeckten Hang rauf und wieder runter. Dabei haben wir nicht nur erfahren, woran man erkennt, dass ein Gletscher wächst, wie man richtig aus einem Gletscherfluss trinkt und was sich hinter dem Begriff "Gletschermaus" verbirgt, sondern durften auch hautnah erleben, wie sich eine Bergwanderung über Schnee-und Eisfelder anfühlt. Denn trotz bester Ausrüstung ist der Umgang mit Steigeisen und Eispickel anfangs gar nicht so einfach und der glatte Untergrund macht selbst leichte Bewegungen zur absoluten Rutsch- und Stolperfalle.
Uns jedenfalls hat die Gletscherwanderung jede Menge Spaß bereitet und wir sind sehr froh, dieses Erlebnis während unseres Aufenthalts in Island mitgenommen zu haben.




Fjaðrárgljúfur-Schlucht
Im Südosten des Landes, nur wenige Kilometer westlich des kleinen Örtchens Kirkjubæjarklaustur, befindet sich die Fjaðrárgljúfur-Schlucht, ein malerischer kleiner Canyon mit ca. 2km Länge und bis zu 100m Tiefe. Mit seinen grünen, moosbewachsenen Steilwänden, dem rauschenden Fluss, der sich durch das schmale Tal schlängelt, und dem kleinen, aber wunderschönen Wasserfall, strahlt dieser Ort etwas wahrlich mystisches aus. Es wirkt ein wenig so, als wäre die Landschaft geradewegs einem Fantasyroman entsprungen und jederzeit könnten einem hier Trolle und Elfen über den Weg laufen.
Ein wirklich magischer Ort mit ganz viel Charme, der sich zudem super als Fotomotiv eignet.




Jökulsárlón
Ein weiteres Highlight stellt definitiv der Gletschersee Jökulsárlón im Süden des Landes (nahe Höfn) mit seinen schwimmenden Eisbergen dar. Mit fast 250m ist er der tiefste See Islands. Bekannt und beliebt ist er jedoch für seine bis zu 15m hohen, treibenden Eisberge, die mit ihrer weißen, blauen und sogar schwarzen Färbung ein wahres Naturschauspiel darbieten. Die Eisberge stammen vom angrenzenden Breiðamerkurjökull, einer Gletscherzunge des Vatnajökull, und ihre spektakuläre Farbgebung rührt von verschiedenen Kristallstrukturen und Ascheeinschlüssen im Eis.

Vom Ufer des Sees aus kann man beobachten, wie das Treibeis einen kleinen Fluss, den Jökulsá á Breiðamerkursandi, hinab driftet, die Ringstraße unterhalb einer Brücke passiert und von dort aus in der Meeresbrandung verschwindet oder am angrenzenden schwarzen Basaltstrand angespült wird.

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